Poggemann
Rechtsanwälte/Fachanwälte
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17.11.2012 20:33 Age: 5 Jahre
Category: Urteile

Sommer unseres Lebens

Haftung für unzureichend gesicherten WLAN- Anschluss


BGH,Urt v. 12. Mai 2010 -I ZR-121/08-

Nach der genannten Entscheidung haftet der Inhaber eines unzureichend gesicherten WLAN- Internetanschlüssen für Urheberrechtsverletzungen während seiner Abwesenheit. Zwar ist es einem privaten Betreiber eines WLAN- Netzes nicht zuzumuten, seine Netzwerksicherheit fortlaufend dem neuesten Stand der Technik anzupassen und dafür entsprechende finanzielle Mittel aufzuwenden, doch bezieht sich ihre Prüfpflicht auf die Einhaltung der im Zeitpunkt der Installation des Routers für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen. Dieser Pflicht ist der Beklagte im zu entscheidenen Fall nicht nachgekommen, sondern hat es bei den werksseitigen Standardein-stellungen des WLAN- Routers belassen und das Passwort nicht durch ein persönliches, ausreichend langes und sicheres Passwort ersetzt.

Darüber hinaus hat der BGH erkannt, dass in diesem Fall der Beklagte nach den Rechtsgrundsätzen der Störerhaftung auf Unterlassung und Erstattung der Abmahnkosten (100,00 EUR) haftet, hingegen nicht zu weiterem Schadensersatz verpflichtet ist.

Den Wortlaut der Entscheidung finden sie Opens external link in new windowhier: