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Poggemann
Rechtsanwälte/Fachanwälte
17.04.2018
Kategorie: Urteile
Von: J.P.

DSGVO

Zur Verordnung (EU) 2016/679 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzgrundverordnung)


Der europäische Gesetzgeber hat sich auf europaeinheitliche Mindeststandards des Datenschutzes verständigt. Ab dem 25. Mai 2018 sind diese ebenso wie das Anpassungsgesetz in Deutschland beachtlich. Angesprochen sind eine große Vielzahl von Websitebetreibern. Für sie kursieren bereits sogenannte Musterdatenschutzerklärungen im Netz. Anpassungen verlangen deshalb das Newsletter-Tracking, Blog mit Kommentarfunktionen, E-Commerce und die Weitergabe von Daten an Dienstleister. Gemeint sind insbesondere Bezahldienste, Third Party-Cookies, Social-Media-Plugins, Analysedienste usw., auf die der Verantwortliche gesetzestreu hinzuweisen hat.

Die Verpflichtung trifft aber nicht nur die Webseitenbetreiber. Jedes Unternehmen erfordert auf unterschiedlichsten Ebenen den Abgleich mit den Voraussetzungen der DSGVO. Zu prüfen ist nicht nur die regelkonforme Erfassung und Verarbeitung der Kundendaten. Ebenso gilt es die Verarbeitung von Daten im Auftrag für Dritte oder die Weitergabe der Datenverarbeitung durch Dritte im Auge zu behalten. Diese externe Verantwortung zeichnet aber nur einen Kreis der Verantwortlichkeit. Ebenso wichtig ist die Beachtung des Datenschutzes gegenüber den Betroffenen als Mitglied des Betriebes. Die gesetzlichen Anforderungen sind immens. Beginnend mit einer exakten Bestands- und Bedarfsanalyse über Aufklärungspflichten bis hin zur Dokumentation sind eine Reihe wesentlicher Anforderungen zu beachten, will man nicht aus Nachlässigkeit in die Abmahnfalle geraten oder gar Geldbuße oder Schadensersatzansprüche auslösen.